1984 - Mama ist dagegen - Papa ist dafür

„ Mama ist dagegen – Papa ist dafür“, so hieß der Schwank in drei Akten, den die Laienspielgruppe des VHV an den Wochenenden im Venninger Sportheim zur Aufführung brachte. Viele Mamas und Papas aus Venningen und Umgebung waren sich einig, als es darum ging , die Theatervorstellungen der Venninger Laienspieler zu besuchen, denn nur so war es möglich das Sportheim des TSV Venningen an vier Abenden zu füllen. Das Lustspiel wurde zu einem großen Erfolg. Soweit möglich waren die Texte vom Hochdeutschen in unsere Pfälzer Mundart übertragen worden, was beim Publikum großen Anklang fand. Die Rollen waren charaktermäßig ausgezeichnet besetzt. Wortwitz und Situationskomik servierten den Theaterfreunden drei amüsante Stunden.

Zum Inhalt des turbulenten Stückes:
Privatdozent Jodokus Hastenfloh (Werner Sebastian) ein ausgesprochener Pantoffelheld, muss im Weiberkittel alle häuslichen Arbeiten verrichten, angefangen vom Kartoffelschälen bis zum Strümpfestopfen. Seine Frau Friederike (Lissi Pfaff) dagegen hat (tatsächlich!) die Hosen an. Dieser Zustand geht der Tochter Johanna (Mechthilde Weber) gegen den Strich. Sie hetzt ihren Vater gegen die befehlsgewohnte Mutter auf. Johanna liebt den Theaterfotografen Egon Tiberius (Roland Kuhn), der auch ihrem Vater sympathisch ist. Die Mutter allerdings ist gegen diese Verbindung, da sie sich den Handelsvertreter Dieter Prattenack (Jürgen Jung) zum Schwiegersohn wünscht. Ein Familienkrach, bei dem einiges Porzellan in Scherben geht, ist unvermeidbar. Aus Anlass des 50. Geburtstages von Jodokus kommt es zu einem Gelage, das von der Hausangestellten Ursula (Waltraud Bischoff) vortrefflich arrangiert wird. Zu dieser Geburtstagsfeier hat sie auch ihre Freundin Camilla Salami (Jutta Lutz) eingeladen, deren Namen dem Geburtstagskind erhebliche Schwierigkeiten bereitet. Jodokus bedient sich bei der Anrede Camillas wie auch des Handelsvertreters Prattenack immer wieder anderer Ausdrücke, die das Publikum zu Lachsalven reizen. Weitere Gäste finden sich ein, Bäckermeister Gottlieb Fletschenbein (Armin Hühnerfauth) und Egon Tiberius bringen Jodokus, der ständig das Erscheinen seiner Friederike fürchtet ein Ständchen. Als die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht hat kreuzen Johanna, Friederike und deren Schwester Christine Fletschenbein (Margarethe Thomas) auf. Ein neuer Familienkrach bleibt nicht aus. Doch es kommt wie es kommen muss. Der Kriegszustand der beiden Ehepaare Hastenfloh und Fleschenbein wird beseitigt, und drei junge Paare gehen den Weg zum Standesamt. Und das alles dank Ursula und ihrem Geliebten Hein Findig (Wolfgang Bauer) einem mit allen Wassern gewaschenen Zeitungsreporter, der alle bisher Genannten nacheinander auf den Arm genommen hat. Die Regie des Stückes lag in den Händen von Roland Kuhn. Als Souffleuse fungierte Annemarie Ullrich.