2003 - S'Gedankeloch

Einen verheißungsvollen Vorgeschmack von dem,was die Theaterbesucher an zehn Terminen im „Venninger Schauspielhaus“ erwartet, bot die Generalprobe des dreiteiligen Schwanks „‘s Gedankeloch“ (von Bernd Gombold).Schauplatz war eine Amtsstube von anno dazumal. Verantwortlich am „Set“: Leierkastenmann Roland Kuhn (und Regie), Inge Sebastian (Souffleuse), die „weiblichen Worschdezibbel“ (Maske), die fleißigen Worschdezibbel“ (Bühnenbild) und Jürgen Jung (Gesamtleitung).
Zum Inhalt: Ein Bürgermeister wie Franz Kübel (Werner Sebastian) hat‘s schwer, es allen recht zu machen. Und der ständig schnäpselnde Amtsdiener Sepp Hotte (Wolfgang Dieti) trägt auch nicht gerade zur Erleichterung bei. Sekretärin Hannelore Stift (Silvia Geiger) hat sich der Avancen des lispelnden Professors Dr. Gottlieb Schippenstein (Thorsten Bischoff) zu erwehren, der bei den Kübels seinen Urlaub zu verbringen pflegt. Sie ist allerdings eine, die trefflich inszenieren kann, hinterhältig Fäden spinnt, einen geharnischten Ehekrach auslösend. Die Pillen, die sie ihrem Chef bei Unwohlsein verabreicht, haben es in sich.Als hätte die dreiköpfige dörfliche Kommandozentrale nichts anderes zu tun, als sich um die Beschwerden von Ludwiga von Silberstein und ihrem erschreckend unterwürfigen Heinz-Harald (Waltraud. Bischoff und Jürgen Jung) zu kümmern: Deren verwöhntes Schoßhündchen Nofretete ist allergisch gegen Glockengeläut, Chorproben und Hahnengekrähe. Wenn das streitbare Ehepaar im Rathaus aufkreuzt, ist Feuer unterm Dach.
Amntsbüttel Sep ist der perfekte Architekt von Lügengebädde, zumal er für jede gezielt gestreute Neuigkeit mit einem Obstwässerchen von Ladenbesitzerin Emma Mehistaub (Margarethe Thomas) belohnt wird. Anton Hasenklang (Michael Seckinger) ‚ in diversen Vereinen an maßgeblicher Stelle, ein Duz- und Saufkumpel von Bürgermeister Kübel, trifft‘s mit den Beschwerden der Neubürger von Silberstein knüppeldick schließlich vertritt er die Interessen des Hahnenzuch und Gesangvereins.
Vielleicht kann „‘s Gedankenloch‘ zum Guten wenden, in welches selbiger fiel nach einer Zechtour auf dem Nachhauseweg. Dessen Angetraute Helene (Jutta Lutz), im Strudel der Turbulenzen um ihre bessere Hälfte ohnehin nervlich am Ende und ansonsten knapp bei Kasse gehalten sieht sich mittlerweile unfreiwillig mit einer Konkurrentin konfrontiert, der Rosaline Schneckenberger (Birgit Lutz). Über eine Heiratsannoncen Schiene (gelegt von Hannelore) hat die sich in den Franz verguckt, obwohl Gemeindediener Sepp für diesen Spuk geopfert werden sollte. Das Wiedererwachen aus dem Gedankeloch“ bringt schließlich die Wende